London (dpa) – Die arabische Fluggesellschaft Etihad will sich im Fall der Aer-Lingus-Übernahme durch die British-Airways-Mutter IAG von ihrer Beteiligung an der irischen Fluglinie trennen. «Wir erwarten vom Verkauf einen hohen Gewinn, wenn die irische Regierung dem Übernahmeangebot von IAG zustimmt», sagte Etihad-Chef James Hogan der «Financial Times» (Donnerstag). Etihad hatte den Aer-Lingus-Anteil im vergangenen […]

London (dpa) – Die arabische Fluggesellschaft Etihad will sich im Fall der Aer-Lingus-Übernahme durch die British-Airways-Mutter IAG von ihrer Beteiligung an der irischen Fluglinie trennen. «Wir erwarten vom Verkauf einen hohen Gewinn, wenn die irische Regierung dem Übernahmeangebot von IAG zustimmt», sagte Etihad-Chef James Hogan der «Financial Times» (Donnerstag). Etihad hatte den Aer-Lingus-Anteil im vergangenen Jahr auf 4,9 Prozent aufgestockt. Hogan versprach in der «FT» zugleich, dass die seit Jahren defizitäre Air Berlin in den kommenden zwölf Monaten in die Gewinnzone zurückfliegt. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft wird seit längerem von Etihads Finanzspritzen in der Luft gehalten.

Etihad hat sich mit Beteiligungen an anderen Fluggesellschaften ein Zubringernetz für seine Langstreckenflüge aufgebaut. So bringt Air Berlin, an der Etihad knapp 30 Prozent der Anteile hält, verstärkt Fluggäste zum Etihad-Drehkreuz Abu Dhabi. Hogans Hoffnung auf umfangreiche Zubringerflüge aus Dublin nach Abu Dhabi hat sich aber nicht erfüllt. Das Geschäftsmodell der Iren habe sich stark auf die Transatlantikstrecken konzentriert, sagte der Etihad-Chef der «FT».

dpa stw/zb/fbr yyfx n1 bbi