Berlin/Kaiserslautern (dpa) – Notfallseelsorger müssen Hinterbliebenen schnell das Gefühl geben, für sie da zu sein. «Wichtig ist, dass die Menschen merken, dass sie nicht alleine sind», sagt die Therapeutin Sybille Jatzko zur Aufgabe von Unfallseelsorgern nach einer Flugzeugkatastrophe. «Falsch ist der Spruch geteiltes Leid ist halbes Leid. Halbes Leid gibt es nicht», sagt Jatzko am […]

Berlin/Kaiserslautern (dpa) – Notfallseelsorger müssen Hinterbliebenen schnell das Gefühl geben, für sie da zu sein. «Wichtig ist, dass die Menschen merken, dass sie nicht alleine sind», sagt die Therapeutin Sybille Jatzko zur Aufgabe von Unfallseelsorgern nach einer Flugzeugkatastrophe. «Falsch ist der Spruch geteiltes Leid ist halbes Leid. Halbes Leid gibt es nicht», sagt Jatzko am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Nach ihrer Meinung aber gebe geteiltes Leid den Menschen das Gefühl, nicht alleine zu sein. Dieses Gefühl sei in dieser Situation etwas, was hilfreicher sei als alles andere, sagte die Expertin für Katastrophennachsorge aus Krickenbach in Rheinland-Pfalz.

Die Helfer müssen Fragen beantworten, wie, «mussten meine Angehörigen noch leiden? Haben sie noch etwas mitbekommen? Wieviel haben sie mitbekommen oder waren sie gleicht tot?», sagte Jatzko, die seit der Flugtagskatastrophe von Ramstein im Jahr 1988 traumatisierte Hinterbliebene betreut.