Britischer Flugverkehr nach Software-Panne wieder weitgehend normal
Tausende Flugreisende saßen auf Londoner Flughäfen fest. Ein technischer Fehler im Kommunikationssystem der Flugsicherung konnte erst nach Stunden behoben werden. Am Sonntag normalisierte sich der Betrieb wieder. London (dpa) – Ein Software-Fehler im Kommunikationssystem der größten britischen Flugsicherheitszentrale hat zu hunderten Flugausfällen in Großbritannien geführt. Nach der Behebung der Panne am späten Samstagabend verlief der […]
Tausende Flugreisende saßen auf Londoner Flughäfen fest. Ein technischer Fehler im Kommunikationssystem der Flugsicherung konnte erst nach Stunden behoben werden. Am Sonntag normalisierte sich der Betrieb wieder.
London (dpa) – Ein Software-Fehler im Kommunikationssystem der größten britischen Flugsicherheitszentrale hat zu hunderten Flugausfällen in Großbritannien geführt. Nach der Behebung der Panne am späten Samstagabend verlief der Flugverkehr am Sonntag wieder weitgehend normal, teilten die Londoner Großflughäfen Heathrow und Gatwick mit. Allein am Drehkreuz Heathrow waren mehr als 220 Flüge ausgefallen. Davon waren auch Verbindungen nach Deutschland betroffen. Nach Angaben der europäischen Luftsicherheitszentrale Eurocontrol gab es bei 1300 Flügen «ernsthafte Verzögerungen.»
Auswirkungen gab es auch an den Londoner Flughäfen Stansted und Luton. Flughäfen in anderen Teilen Großbritanniens und in Irland waren ebenfalls betroffen. Die Fluggesellschaft Ryanair strich 12 Flüge, bei weiteren 300 Verbindungen habe es Verzögerungen gegeben, teilte die Billig-Fluglinie mit. Ryanair zeigte sich verärgert über die technische Panne und forderte die Einschaltung der Zivilen Luftaufsichtsbehörde (Civil Aviation Authority). «Wir verstehen zwar, dass es Probleme geben kann, aber wo waren die Notfallpläne?» hieß es in der Mitteilung.
Die Panne in der britischen Flugsicherheitszentrale National Air Traffic Control Service (NATS) war am Samstagabend nach 12 Stunden behoben worden. Nach Angaben von NATS war der Fehler am frühen Samstagmorgen bei der Umschaltung der Systeme von Nacht-auf Tagbetrieb aufgetreten. Dadurch sei ein «Kapazitätsproblem» entstanden. Die Flugsicherheit sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. «Dies ist ein komplexes und höchst kompliziertes System, über das Fluglotsen mit Kontrollzentren in Großbritannien und anderen europäischen Ländern kommunizieren», erläuterte NATS. Es gehe dabei um mehr als nur ein «internes Telefonsystem».