Normalerweise berichten wir hier nur über Dinge, die Flugsimulationen betreffen. Ausnahmsweise weichen wir einmal davon ab, um von einer (in unseren Augen) Kuriosität zu berichten:

Saitek (Link), der in Flugsim-Kreisen sehr bekannte Hersteller von Steuerungshardware, hat eine neue Zielgruppe entdeckt: Sim-Fans die lieber auf dem Boden bleiben. Seit einiger Zeit schon existieren Simulatoren, mit denen man Landmaschinen über virtuelle Felder steuern kann. Dass Männer eigentlich schon als Kind gerne Traktor gefahren wären, könnte ein Klischee sein an dem mehr Wahrheit dran ist als man denkt. Da in Deutschland nur noch etwa 2% der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft arbeiten und heutige Landmaschinen durchaus mehrere hunderttausend Euro kosten, dürfte sich dieser Traum nur für sehr wenige erfüllen. Das ist vielleicht vergleichbar mit der Flugsimulation.

Es ist bekanntermaßen sehr mühsam, virtuelle Fahrzeuge oder Flugzeuge nur mit Tastatur und Maus zu bewegen. Während des für die Fliegerei eine breite Palette an Eingabegeräten gibt und auch für Autorennspiele einiges vorhanden ist, mussten sich die Hobbylandwirte bisher mit mehr oder weniger geeigneten Behelfen begnügen.

Bis jetzt – denn Saitek veröffentlichte nun Fotos von einem Set aus Eingabegeräten: Ein Lenkrad mit Knauf zur Einhandbedienung, ein Pedalset und ein Steuerungspanel mit einigen Knöpfen und Sidestick. Letzteres kann man verwenden, um beispielsweise die Pflugschar anzuheben und zu wenden. Das ist durchaus der Realität nachempfunden.

Der Hersteller bewirbt sein Produkt unter anderem damit, dass das Lenkrad sich mehrmals komplett drehen lässt (Rennlenkräder machen normalerweise keine volle Umdrehung mit). Das vereinfacht das Rangieren.

Um den Bogen zurück zur Flugsimulation zu spannen: Auf einem Flugfeld gibt es einige Maschinen, die von einer solchen Steuerung profitieren könnten. Beispielsweise wären sicher einige Simmer dafür zu haben, das de-icing realitätsnah zu übernehmen. Vielleicht gibt es ja einmal die Möglichkeit dazu. unt