Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat im dritten Quartal dank des langsam wieder zunehmenden Reiseverkehrs deutliche Geschäftszuwächse verbucht.

Die Airline schaffte in den drei Monaten bis Ende September aufgrund umfassender Staatshilfen sogar einen Nettogewinn von 473 Millionen Dollar (407 Mio Euro), wie sie am Dienstag nach US-Börsenschluss in Chicago mitteilte. Die Aktie legte nachbörslich zunächst um rund zwei Prozent zu.

Das bereinigte Ergebnis lag jedoch mit 329 Millionen Dollar im Minus. Verglichen mit den massiven Verlusten der Vorquartal ist das indes bereits eine deutliche Verbesserung. Den Umsatz verdreifachte United gegenüber dem stark von der Corona-Krise belasteten entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 7,75 Milliarden Dollar. Das Unternehmen betonte aber, dass die Erlöse damit immer noch 32 Prozent unter dem Vergleichswert von 2019 liegen – bevor die Pandemie den weltweiten Flugverkehr lahmlegte.

Inzwischen nimmt der Betrieb zwar allmählich wieder Fahrt auf, dafür droht neues Ungemach durch die hohen Kerosinpreise. So gab United im abgelaufenen Quartal über 1,7 Milliarden Dollar für Treibstoff aus – mehr als dreimal so viel wie vor einem Jahr. Mit einer Entlastung ist vorerst nicht zu rechnen. Der große US-Rivale Delta Air Lines etwa hatte vergangene Woche erst gewarnt, dass erhöhte Spritkosten den Gewinn im Schlussquartal kräftig drücken dürften.

dpa