Die lange angeschlagene NordLB ist nach Einschätzung von Vorstandschef Thomas Bürkle jetzt wieder auf einem stabilen Kurs. «Man kann sagen: Die NordLB hat den Turnaround geschafft», sagte der Manager der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» (Freitag/online). Nach den erneuten Verlusten der Vorquartale werde das Ergebnis nach neun Monaten nun «deutlich positiv» sein, kündigte Bürkle an, ohne Details zu nennen. Ihre genauen Zahlen will die Bank Ende November vorlegen. «Und wenn die Entwicklung so weitergeht, schreiben wir auch für das Gesamtjahr schwarze Zahlen», sagte Bürkle.

Das Institut hatte auch 2020 schon einen Nettogewinn verbuchen können, der allerdings nur hauchdünn ausgefallen war. Die von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie der Sparkassen-Gruppe getragene Landesbank durchläuft einen Sparkurs mit einem drastischen Stellenabbau. Sie war Ende 2019 staatlich gerettet worden, ihre Wettbewerbsfähigkeit soll steigen. Eine Zielvorgabe ist, die Kosten um 40 Prozent zu drücken. «Wir hatten in der Spitze 6300 Mitarbeiter – aktuell liegen wir bei 4400 Beschäftigten», sagte Bürkle. «Bis Ende 2024 werden wir wie geplant eine Größe von 2800 bis 3000 Mitarbeitern erreichen.» Dies werde ohne betriebsbedingte Kündigungen ablaufen.

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