Berlin (dpa) – Der Bundestag beteiligt sich an der Aufklärung der Ursachen für die geplatzte Eröffnung des Hauptstadtflughafens. Auf Antrag der Grünen wird das Parlament an diesem Freitag über die kurzfristige Terminverschiebung debattieren. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), soll Mitte Juni im Haushaltsausschuss zu den Zusatzkosten Stellung nehmen. Der Bund ist zu […]

Berlin (dpa) – Der Bundestag beteiligt sich an der Aufklärung der Ursachen für die geplatzte Eröffnung des Hauptstadtflughafens. Auf Antrag der Grünen wird das Parlament an diesem Freitag über die kurzfristige Terminverschiebung debattieren. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), soll Mitte Juni im Haushaltsausschuss zu den Zusatzkosten Stellung nehmen. Der Bund ist zu 26 Prozent an der Flughafengesellschaft beteiligt. Wowereit sitzt deren Aufsichtsrat vor. Im Berliner Abgeordnetenhaus verteidigte er am Donnerstag die Arbeit des Kontrollgremiums.

«Man muss höllisch aufpassen, dass die Verantwortlichkeiten nicht durcheinandergebracht werden», sagte Wowereit. «Ich glaube, dass der Aufsichtsrat seiner Verantwortung gerecht geworden ist.» Die Eröffnung des neuen Flughafens Berlin Brandenburg in Schönefeld war vom 3. Juni auf den 17. März 2013 verschoben worden, weil die Brandschutzanlage nicht fertig ist. Die Betreiber gehen davon aus, dass sie die Verschiebung monatlich 15 Millionen Euro kostet, allerdings noch ohne angekündigte Schadenersatzforderungen von Fluggesellschaften.

Wowereit sagte, die Geschäftsführung der Flughafengesellschaft habe bis zuletzt glaubhaft gemacht, dass die Schwierigkeiten mit dem Brandschutz zu lösen seien.