Bei der militärischen Flugsicherung in Deutschland fehlt nach Ansicht der zivilen Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) zunehmend qualifiziertes Personal. Einzelne Funktionen könnten nicht mehr besetzt werden und auch die routinemäßigen Einsätze der militärischen Fluglotsen in den Zentren der Deutschen Flugsicherung seien nahezu zum Erliegen gekommen, erklärte GdF-Chef Mathias Maas am Donnerstag in Frankfurt.

Es herrsche bereits ein «kritischer Personalmangel» in Fachverwendungen, klagt auch die Mitarbeitervertretung «Forum der militärischen Luftfahrt». Nach ihren Angaben konnten die Anflugkontrollstellen an mehreren Standorten nicht besetzt werden.

Laut GdF mussten die zivilen Fluglotsen über das vereinbarte Maß hinaus beim Militär aushelfen, etwa am Flugplatz Hohn und am Fliegerhorst Nordholz. Die GdF setzt sich für eine engere Zusammenarbeit der militärischen und zivilen Flugsicherungen ein. «Eine mögliche Zusammenlegung (…) hätte mit Sicherheit einige Synergien zur Folge», erklärte Maas.

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