Die privaten Bodenverkehrsdienstleister an den Flughäfen sehen sich bei den staatlichen Corona-Hilfen für die Luftverkehrsinfrastruktur weiterhin übergangen.

«Mittlerweile stehen mehr als Tausend Arbeitsplätze auf dem Spiel – und der Luftverkehr droht zusammenzubrechen», erklärte der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes ABL, Thomas Richter, am Freitag in Berlin. Statt die privaten Dienstleister einzubeziehen, sollten die öffentlichen Finanzhilfen lediglich den Flughafenbetreibern zufließen, kritisierte der Verband und pochte auf anderslautende Ankündigungen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).

Der Verband vertritt private Unternehmen, die an den Flughäfen Jets betanken, beladen, reinigen und weitere Dienstleistungen rund um den Flugprozess organisieren. Sie beschäftigen laut Verband rund 10 000 Menschen und agieren meist als Drittanbieter in Konkurrenz zu Tochterunternehmen der Flughafenbetreiber in öffentlicher Hand. Bund und Länder hatten sich auf Corona-Hilfen für die größeren Flughäfen geeinigt und wollen die kleineren Standorte von Flugsicherungskosten entlasten.

dpa