Eine EU-weite Lösung zur Nachverfolgung von Reisebewegungen in der Corona-Krise lässt weiter auf sich warten. Zwar arbeiten Italien, Spanien und die Slowakei gemeinsam mit einer EU-Behörde an einer entsprechenden europäischen Plattform. Der für Ende vergangenen Jahres erhoffte Start ist aber weiterhin nicht absehbar. «Ziel ist es, dass sich so schnell und so viele Mitgliedsstaaten wie möglich an dieser Plattform beteiligen und somit sicheres Reisen in der ganzen Europäischen Union unterstützen», teilte ein Sprecher der EU-Kommission am Mittwoch mit.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) werde die Arbeit an der Plattform abschließen und diese dann für alle Mitgliedsstaaten öffnen. Bereits im Oktober hatte die Kommission ein Pilotprojekt für ein digitales EU-Formular angekündigt. Im November hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verkündet: «Unser Ziel ist, dass die Aussteigerkarte bis Jahresende fertig sein wird.»

Damals hieß es, dass zwölf Mitgliedsstaaten «technisch dazu bereit sind, sich anzuschließen». Nun heißt es, dass zwölf Mitgliedsstaaten bereits eigene Lösungen hätten. Auf die Frage, warum sich die Einführung verzögert und wo die größten Schwierigkeiten liegen, gab es keine klare Antwort.

dpa mjm xx n1 cs