Der europäische Flugzeugbauer Airbus erwartet eine starke Nachfrage nach seinem kleinsten Langstreckenjet A321XLR.

Binnen zehn Jahren dürfte das Unternehmen 1000 Maschinen des Typs verkaufen, sagte Airbus-Verkaufsmanager Francois Caudron am Dienstag auf der Luftfahrtmesse in Singapur. Der Konzern hatte die Variante seines Mittelstreckenjets A321neo erst vergangenen Sommer vorgestellt. Das Flugzeug soll bis zu 244 Passagiere fassen und dank eines großen Zusatztanks eine Reichweite von 8700 Kilometern haben. Die erste Auslieferung ist für das Jahr 2023 geplant.

Mit dem Modell setzt Airbus den Rivalen Boeing aus den USA weiter unter Druck. Der US-Konzern will die Lücke zwischen seinen kleineren Mittelstreckenjets wie der 737 und den großen Langstreckenjets wie dem «Dreamliner» (Boeing 787) eigentlich mit einer kompletten Neuentwicklung füllen. Allerdings ist das Unternehmen seit rund elf Monaten mit dem Flugverbot für seinen Mittelstreckenjet 737 Max beschäftigt, das den Konzern bereits eine zweistellige Milliardensumme gekostet hat. Die Entwicklung des «New Midsize Aircraft» (NMA) liegt daher auf Eis.

dpa