Der Flugzeugbauer Airbus hat trotz der Corona-Krise im November 64 neue Verkehrsflugzeuge ausgeliefert.

Das war damit der zweitstärkste Auslieferungsmonat in diesem Jahr. Trotz der Corona-Krise kassierte Airbus nur elf Stornierungen, wie der Konzern am Montagabend in Toulouse mitteilte. Allerdings holte er auch keine Neubestellungen herein.

Damit befinde sich das Unternehmen auf Kurs zu seinem internen Ziel, in diesem Jahr rund 530 neue Maschinen an seine Kunden zu übergeben, hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg wenige Stunden zuvor unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet.

Ein offizielles Auslieferungsziel für das laufende Jahr nennt der Konzern weiterhin nicht. Das Management hatte seinen ursprünglichen Plan, in diesem Jahr etwa 880 Passagier- und Frachtflugzeuge auszuliefern, wegen des beispiellosen Einbruchs im Flugverkehr im Frühjahr ersatzlos gestrichen.

Nach die Auslieferungszahlen im Frühling stark abgesackt waren, legte Airbus seit dem Sommer wieder ein gutes Stück zu. In den ersten elf Monaten lieferte der Hersteller insgesamt 477 Maschinen aus. Stornierungen konnte der Konzern bisher weitgehend vermeiden, sie beliefen sich nun nach elf Monaten auf 84 Stück – elf Stornos mehr als von Januar bis Oktober. Der Großteil stammt mit 66 Maschinen aber aus dem ersten Quartal und hatte laut Airbus nichts mit der Corona-Krise zu tun.

Branchenvertreter erwarten, dass der weltweite Luftverkehr erst in einigen Jahren wieder das Niveau von 2019 erreicht. Die Führungsspitzen der Flugzeugbauer Boeing und Airbus haben die Produktion deshalb deutlich zurückgefahren und den Abbau zigtausender Jobs angekündigt.

dpa