Mitten in der Luftfahrtkrise will der Flugzeugbauer Airbus am Donnerstag (06.30 Uhr) seine Geschäftszahlen für das erste Halbjahr vorlegen.

Die coronabedingte Bestellflaute setzt dem Konzern mit Schaltzentrale im französischen Toulouse zu. Airbus hatte bereits vor rund einem Monat angekündigt, rund 15 000 Stellen weltweit streichen zu wollen. Außerdem drosselt der Konzern für zwei Jahre seine Produktion und Auslieferungen um 40 Prozent.

Auch der Handelsstreit mit den USA belastet den Flugzeugbauer. Hintergrund ist ein seit mehr als 15 Jahren andauernder Konflikt, bei dem sich die USA und die EU gegenseitig illegaler Beihilfen für die Luftfahrtkonzerne Airbus und Boeing beschuldigen. Die WTO hatte den USA Strafzölle auf europäische Exporte im Wert von bis zu 7,5 Milliarden Dollar pro Jahr genehmigt. Die USA machen davon bereits kräftig Gebrauch – es gilt etwa auf Flugzeugimporte eine Sonderabgabe in Höhe von 15 Prozent. Überraschend hatte Airbus in der vergangenen Woche einen Schritt auf die USA zu gemacht.

dpa