Der weltgrößte Flugzeughersteller Airbus baut die Produktion seiner Mittelstreckenjets noch stärker aus.

Im Jahr 2025 sollen monatlich 75 Maschinen der Modellfamilie A320neo die Airbus-Werke verlassen, wie der Dax-Konzern bei der Vorlage seiner Quartalszahlen am Mittwochabend in Toulouse mitteilte. Das sind so viele wie nie zuvor. Bis Sommer 2023 soll die Monatsproduktion wie geplant bereits auf 65 Maschinen wachsen und damit höher ausfallen als vor der Pandemie. Allerdings verschiebt sich die Auslieferung der Langstreckenversion A321XLR von Ende 2023 auf das Frühjahr 2024.

Im ersten Quartal erholte sich Airbus ein weiteres Stück von der Corona-Krise. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 12 Milliarden Euro. Der um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) sprang sogar um 82 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro in die Höhe. Dazu trug ein positiver Effekt im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen des Konzerns rund 400 Millionen Euro bei. Andererseits belasteten die Russland-Sanktionen das Ergebnis mit rund 200 Millionen Euro. Der Nettogewinn lag mit 1,2 Milliarden Euro sogar mehr als dreimal so hoch wie im Vorjahr. Damit verdiente Airbus weitaus mehr als von Analysten im Schnitt erwartet.

Für das Gesamtjahr sieht Airbus-Chef Guillaume Faury den Konzern auf Kurs, wie geplant etwa 720 Verkehrsflugzeuge an seine Kunden auszuliefern. Der bereinigte operative Gewinn soll weiter etwa 5,5 Milliarden Euro erreichen.

dpa