Berlin (dpa) – Nach Behauptung des Gutachters Tim van Beveren könnte es schon vor dem letzten Flug der 2015 abgestürzten Germanwings-Maschine Probleme mit der Cockpit-Verriegelung gegeben haben. Er habe Informationen erhalten, dass sich eine Crew dieses Jets einmal selbst ausgesperrt habe. Er habe dies den Absturz-Ermittlern auch mitgeteilt. «Es ist nicht untersucht worden», sagte van Beveren […]

Berlin (dpa) – Nach Behauptung des Gutachters Tim van Beveren könnte es schon vor dem letzten Flug der 2015 abgestürzten Germanwings-Maschine Probleme mit der Cockpit-Verriegelung gegeben haben. Er habe Informationen erhalten, dass sich eine Crew dieses Jets einmal selbst ausgesperrt habe. Er habe dies den Absturz-Ermittlern auch mitgeteilt. «Es ist nicht untersucht worden», sagte van Beveren am Freitag auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft hatte der Copilot Andreas Lubitz am 24. März 2015 den Airbus absichtlich gegen einen Berg in Südfrankreich gesteuert. Zuvor habe er den Flugkapitän ausgesperrt. Dies ist nach Darstellung van Beverens nicht zweifelsfrei erwiesen.

Van Beveren verwies zudem auf Turbulenzen, die es am 24. März 2015 über dem Absturzgebiet gegeben habe. Solche Luftlöcher seien sehr gefährlich. Etliche andere Piloten hätten deswegen am Absturztag niedrigere Flughöhen gewählt.