Tel Aviv (dpa) – Der internationale Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv ist für seine besonders strikte Sicherheit bekannt. Ein Selbstmordanschlag wie am Brüsseler Airport wäre in Israel, das selbst häufig Ziel von Bombenattacken war, wohl kaum möglich. Am Flughafen gibt es mehrere Ringe von Kontrollen, die ein Reisender oder Begleiter durchlaufen muss, bevor er […]

Tel Aviv (dpa) – Der internationale Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv ist für seine besonders strikte Sicherheit bekannt. Ein Selbstmordanschlag wie am Brüsseler Airport wäre in Israel, das selbst häufig Ziel von Bombenattacken war, wohl kaum möglich.

Am Flughafen gibt es mehrere Ringe von Kontrollen, die ein Reisender oder Begleiter durchlaufen muss, bevor er in eine der Abflugs- oder Ankunftshallen gelangt. Wer mit dem Zug kommt, wird bereits weit vom eigentlichen Terminal am Eingang der Bahnstation streng kontrolliert. Passagiere, die mit Auto oder Taxi zum Flughafen fahren, werden an Eingangstoren von bewaffneten Sicherheitskräften befragt. Verdächtige werden aus der Schlange gewinkt und gründlicher kontrolliert.

So sollen Terrorkommandos oder Autobomben bereits Kilometer vor dem Terminal abgefangen werden. Direkt vor dem Eingang zum Terminal steht dann noch ein Wächter mit einem Metalldetektor. Anschließend folgt eine Gepäckkontrolle mit Durchleuchtungssystemen sowie eine persönliche Befragung. Routinefragen lauten: «Hat Ihnen jemand etwas mitgegeben, was vielleicht eine Bombe sein könnte?» oder «Haben Sie etwas dabei, was als Waffe dienen könnte?» Dabei wird auch die Reaktion des Befragten überprüft, etwa ob jemand nervös wirkt oder stark schwitzt.

Nach Aufgabe des Gepäcks kommen noch die Durchleuchtung des Handgepäcks und Passkontrolle. Arabische Israelis beschweren sich häufig über besonders strenge Kontrollen am Flughafen. Angehörigen der arabischen Minderheit wird auf der Flughafen-Webseite empfohlen, eine Flugreise bis zu zehn Tage vorher per Fax anzukündigen. Für Kritik hatte gesorgt, dass verdächtige Reisende in gewissen Fällen dazu aufgefordert worden waren, den Sicherheitskräften ihre E-Mails zu zeigen. Die Kontrolle des Airports untersteht der Polizei und dem Inlandsgeheimdienst Schin Bet.