Frankfurt/Main (dpa) – Nach dem Ende des erneuten Pilotenstreik berät der Aufsichtsrat der Lufthansa an diesem Mittwoch über ein neues Konzept für Billigfluggesellschaften. Konzernchef Carsten Spohr hat dem 20-köpfigen Kontrollgremium vorgeschlagen, eine neue Gesellschaft für Billigflüge auf der Langstrecke zu gründen. Sie soll dann mit den bestehenden Lufthansa-Töchtern Germanwings und Eurowings in einer noch zu […]

Frankfurt/Main (dpa) – Nach dem Ende des erneuten Pilotenstreik berät der Aufsichtsrat der Lufthansa an diesem Mittwoch über ein neues Konzept für Billigfluggesellschaften. Konzernchef Carsten Spohr hat dem 20-köpfigen Kontrollgremium vorgeschlagen, eine neue Gesellschaft für Billigflüge auf der Langstrecke zu gründen. Sie soll dann mit den bestehenden Lufthansa-Töchtern Germanwings und Eurowings in einer noch zu gründenden Holding zur «Wings»-Familie zusammenfasst werden. Mit dem Verbund will Lufthansa der Konkurrenz von Billigfliegern wie Ryanair oder EasyJet begegnen.

In den Wings-Cockpits sollen die Piloten möglichst nicht zu den Konditionen des Konzerntarifvertrags beschäftigt werden, um Kostenvorteile zu erreichen. Dies spielte auch in dem Streik eine Rolle, der um Mitternacht enden sollte. Gestreikt wurde allerdings wegen der von der Streichung bedrohten Übergangsrenten der rund 5400 Piloten. Wegen des 36-Stunden-Streiks hatte Lufthansa rund 1400 Flüge abgesagt, rund 150 000 Passagiere waren betroffen.