Nottür geöffnet: Flughafen Düsseldorf teilweise geräumt

Düsseldorf, 01. März 2019

Foto: Pixabay

Eine geöffnete Nottür hat am Düsseldorfer Flughafen für eine größere Evakuierungsaktion und erhebliche Störungen des Flugbetriebs gesorgt. Aus Sicherheitsgründen mussten alle Gates zeitweise geräumt werden. Zahlreiche Flüge fielen aus.

Weil ein Reisender eine Nottür am Düsseldorfer Flughafen geöffnet hat, sind Teile des Sicherheitsbereichs zeitweise geräumt und zahlreiche Flüge gestrichen worden. Etwa 6500 Passagiere, die schon die Kontrollen passiert hatten, mussten am Freitagmorgen wieder zurück in den öffentlichen Bereich, wie ein Airportsprecher sagte. Es kam zu erheblichen Verzögerungen und Verspätungen. Von den 634 für Freitag geplanten Starts und Landungen wurden bis zum Mittag 42 Flüge gestrichen. Die Bundespolizei geht davon aus, dass der Fluggast den Alarm aus Versehen auslöste.

Reisende wurden gebeten, sich rechtzeitig über den Status ihres Fluges am Freitag zu informieren. Noch den gesamten Tag über sei mit Störungen des Flugbetriebs zu rechnen.

Einige Passagiere, die bereits fertig zum Start in der Maschine saßen, mussten diese wieder verlassen. Nach etwa zwei Stunden seien alle Gates wieder geöffnet worden. An den Kontrollen kam es allerdings zu langen Schlangen. «Das sind natürlich Mengen an Passagieren, die jetzt erstmal wieder durch alle Kontrollen müssen», sagte eine Sprecherin der Bundespolizei.

Nach ersten Erkenntnissen gingen dem Reisenden nach dem Öffnen der Nottür zum Sicherheitsbereich zwei weitere Passagiere hinterher. Zwei der drei Personen seien identifiziert und würden nun befragt, sagte eine Polizeisprecherin. Festgenommen seien sie aber nicht.

Wenn eine Nottür geöffnet werde, greife eine Standard-Prozedur, die die Räumung aller drei Gates vorsehe, teilte der Flughafen mit. Passagiere in gelandeten Maschinen hätten zunächst im Flugzeug sitzen bleiben müssen, sagte die Polizeisprecherin.

Düsseldorf ist der größte Flughafen Nordrhein-Westfalens und der drittgrößte in Deutschland. Am Freitag waren Flugbewegungen mit rund 75 000 Passagieren geplant.

dpa

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