Berlin, 18. Mai 2019

Die Luftfahrtmesse ILA in Schönefeld hat voraussichtlich eine Zukunft.

Berlin und Brandenburg haben sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur grundlegend darüber geeinigt, die erwarteten Verluste künftig gemeinsam zu tragen. Dies waren die entscheidenden Streitpunkte bei der Frage, ob es nach der nächsten Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) 2020 noch weitere Ausgaben geben kann. Besucher müssen sich aber darauf einstellen, dass es ab 2022 weniger Flugschauen gibt.

«Nach unserem Kenntnisstand haben sich Berlin und Brandenburg auf einen Letter of Intent verständigt», sagte Volker Thum, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI). «Damit ist die Grundlage für eine Rahmenvereinbarung zur Durchführung der ILA von 2022 bis 2030 geschaffen.»

Bislang musste die Berliner Messe für die defizitäre Leistungsschau geradestehen. Messechef Christian Göke ist dazu nicht mehr bereit, aus seiner Sicht profitiert vor allem die Luftfahrtindustrie in Brandenburg. Nun wollten Berlin und Brandenburg halbe-halbe machen, ist zu hören.

Thum sagte: «Wenn die Welt der Luft- und Raumfahrt nach Berlin kommt, hat dies enorme positive Auswirkungen auf die ganze Region, die über betriebswirtschaftliche Überlegungen weit hinausgehen.» Indes erwarten die Partner dem Vernehmen nach, dass auch der BDLI einen Teil der Last trägt, indem er etwa bei Zahlungen für Markenrechte Abstriche macht.

Die Luftfahrtmesse lockt alle zwei Jahre Zehntausende Privat- und Fachbesucher nach Schönefeld. Fluggesellschaften besiegeln dort Millionengeschäfte.