Potsdam, 08. August 2019

In der Diskussion um mehr Nachtruhe am künftigen Hauptstadtflughafen gibt es Bewegung.

Brandenburg forderte bislang ohne Erfolg eine stärkere Beschränkung für Nachtflüge, nun signalisiert Berlin ein Entgegenkommen für die frühe Morgenstunde ab 05.00 Uhr. «Es hat sich gezeigt, dass wir hier möglicherweise Spielraum für Maßnahmen haben, mit denen die wirtschaftliche Situation des Flughafens nicht maßgeblich beeinträchtigt wird», teilte Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) am Donnerstag nach einer Gesellschafterversammlung in Potsdam mit. Dies solle die Flughafengesellschaft mit den Airlines besprechen und analysieren.

Für den BER ist ein Flugverbot von Mitternacht bis 5 Uhr vorgesehen. In den Randzeiten, zwei Stunden davor und eine Stunde danach, ist die Zahl der Flüge begrenzt.

Dieser gerichtlich bestätigte Rahmen müsse ausgestaltet werden, sagte Kollatz. «Das beinhaltet, dass der Zeitrahmen von 5 bis 6 Uhr genutzt und unter Schallschutzaspekten mit wenigen Flugbewegungen möglichst ab 5.30 Uhr die Wirtschaftlichkeit wichtiger Bereiche sichergestellt wird – wie beispielsweise Landungen von Interkontinentalflügen.»