Die Fluggesellschaft Emirates erwägt Insidern zufolge wegen der Corona-Krise den Abbau mehrerer zehntausend Stellen.

Bis zu 30.000 Jobs und damit rund 30 Prozent von insgesamt 105.000 per Ende März könnten infolge der Corona-Pandemie gestrichen werden, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Sonntag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen schrieb. Zudem werde eine noch zügigere Stilllegung der Airbus A380-Flotte erwogen.

Mit dem Arbeitsplatzabbau würde die Fluggesellschaft anderen Airlines folgen, die allesamt unter der Corona-Krise leiden. Diese brachte den Flugverkehr fast komplett zum Erliegen. Zwar dürften in den kommenden Monaten nach und nach wieder mehr Jets mit Urlaubern und Geschäftsreisenden abheben, eine vollständige Erholung des Flugverkehrs dürfte Branchenexperten zufolge aber einige Jahre brauchen.

Dass die arabische Emirates nun auch einen schnelleren Abschied vom Airbus-Riesenflieger A380 erwägen könnte, dürfte angesichts der Luftfahrtkrise nur wenig überraschend. Denn: so sehr Piloten und Passagiere die Maschine mögen und loben, im kommerziellen Betrieb hat der vierstrahlige Jet so seine Probleme.
Ihn mit ausreichend Passagieren dauerhaft und konkurrenzfähig profitabel zu füllen, ist nicht einfach. So machen neue Langstreckenflugzeuge mit kerosin-genügsameren Doppel-Triebwerken sogenannte Punkt-zu-Punkt-Verkehre attraktiver. Der A380, der gedacht war, die großen Drehkreuze zu bedienen, hat es dadurch schwerer. 2019 hatte Airbus dann auch das Produktionsende für den Riesenvogel angekündigt.

dpa