Bei einem Flugzeugabsturz in Kolumbien kamen alle 15 Menschen an Bord ums Leben. Der Satena-Inlandsflug verschwand vom Radar, darunter ein Kongressabgeordneter. Was wir bisher wissen.

Eine Passagiermaschine der staatlichen Regionalfluggesellschaft Satena stürzte am gestrigen 28. Januar kurz nach dem Start im Nordosten Kolumbiens ab. Alle 15 Menschen an Bord, 13 Passagiere sowie zwei Crewmitglieder, kamen dabei ums Leben. Unter den Opfern befindet sich auch ein kolumbianischer Kongressabgeordneter.

Satena-Flug verliert kurz nach dem Start den Kontakt

Der Unglücksflug mit der Nummer NSE8849 war als Inlandsverbindung von Cúcuta nach Ocaña geplant. Start war um 11:42 Uhr Ortszeit, die Landung war für 12:05 Uhr vorgesehen. Nur wenige Minuten nach dem Abheben verlor die Maschine mit der Kennung HK4709 den Funkkontakt zur Flugsicherung. Erste Befürchtungen eines Unfalls bestätigten sich wenig später, als Rettungskräfte das Wrack in bergigem Gelände der Provinz Norte de Santander entdeckten. Das Gebiet liegt nahe der Grenze zu Venezuela und gilt als schwer zugänglich.

Bei dem verunglückten Flugzeug handelte es sich um eine Turboprop-Maschine vom Typ Beechcraft 1900D. Das Flugzeug war für Kurzstrecken ausgelegt und wurde regelmäßig auf regionalen Routen eingesetzt.

Keine Überlebenden – Nation in Trauer

Satena bestätigte kurze Zeit später den Tod aller Insassen. Kolumbiens Transportministerin sprach von einem schwarzen Tag für das Land und drückte den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl aus. Besonders groß ist die Anteilnahme am Tod von Diógenes Quintero, einem Abgeordneten der Partei „Partido de la U“. Quintero war vor allem in der konfliktreichen Region Catatumbo politisch engagiert und dort lokal stark verankert.

Ursache des Flugzeugabsturzes in Kolumbien noch unklar

Zur genauen Ursache des Flugzeugabsturzes in Kolumbien machten die Behörden zunächst keine Angaben. Experten untersuchen nun, ob technische Probleme, Wetterbedingungen oder menschliches Versagen zu dem Unglück geführt haben könnten. Das bergige Terrain und mögliche schlechte Sichtverhältnisse gelten als besondere Herausforderungen für den regionalen Flugverkehr.

Satena betreibt eine vergleichsweise kleine Flotte von rund 20 Flugzeugen, überwiegend Turboprop-Maschinen für entlegene Regionen des Landes.