Hannover (dpa) – Die Vorwürfe des Luftfahrtjournalisten Tim van Beveren zu möglichen Unregelmäßigkeiten bei der Untersuchung der Germanwings-Katastrophe stoßen bei Piloten auf wenig Resonanz. «Basis unserer Arbeit ist der offizielle Flugunfallbericht, daran hat sich nichts geändert», sagte der Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit (VC), Markus Wahl. An Spekulationen werde sich der Verband nicht beteiligen. Zwar habe […]

Hannover (dpa) – Die Vorwürfe des Luftfahrtjournalisten Tim van Beveren zu möglichen Unregelmäßigkeiten bei der Untersuchung der Germanwings-Katastrophe stoßen bei Piloten auf wenig Resonanz. «Basis unserer Arbeit ist der offizielle Flugunfallbericht, daran hat sich nichts geändert», sagte der Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit (VC), Markus Wahl. An Spekulationen werde sich der Verband nicht beteiligen. Zwar habe der VC nicht alle 18 000 Seiten der Flugunfall-Untersucher, sondern nur den offiziellen Bericht gelesen. «Da sind bei unseren Experten bisher aber keine Fragezeichen geblieben.«

Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft hatte der Copilot Andreas Lubitz am 24. März 2015 den Airbus absichtlich gegen einen Berg in Südfrankreich gesteuert. Zuvor habe er den Flugkapitän ausgesperrt. Dies ist nach Darstellung van Beverens nicht zweifelsfrei erwiesen. Van Beveren verwies zudem auf Turbulenzen, die es am 24. März 2015 über dem Absturzgebiet gegeben habe.