Berlin (dpa) – Der deutsche Digitalverband Bitkom hat die am Donnerstag auf den Weg gebrachte EU-Datenschutzverordnung begrüßt, geht aber von anfänglichen Schwierigkeiten bei der Umsetzung in den Ländern aus. «Viele Regelungen der neuen Datenschutzverordnung sind so allgemein formuliert, dass nicht auf den ersten Blick klar ist, wie sie in der Praxis umgesetzt werden sollen», sagte […]

Berlin (dpa) – Der deutsche Digitalverband Bitkom hat die am Donnerstag auf den Weg gebrachte EU-Datenschutzverordnung begrüßt, geht aber von anfänglichen Schwierigkeiten bei der Umsetzung in den Ländern aus. «Viele Regelungen der neuen Datenschutzverordnung sind so allgemein formuliert, dass nicht auf den ersten Blick klar ist, wie sie in der Praxis umgesetzt werden sollen», sagte Susanne Dehmel, Bitkom-Geschäftsleiterin Datenschutz und Sicherheit. «Das wird in der Anfangszeit zu einer gewissen Rechtsunsicherheit führen.» Es sei deshalb wichtig, «dass sich Wirtschaft und Datenschutzaufsicht möglichst bald austauschen, um ein gemeinsames und europaweit einheitliches Verständnis der neuen Regeln zu entwickeln». 

Bei der Umsetzung in Deutschland müsse vor allem darauf geachtet werden, dass die Vorgaben für die Wirtschaft «handhabbar bleiben». Nur so könne unnötige Bürokratie und Rechtsunsicherheit vermieden werden. Mit der Veröffentlichung der Verordnung im Amtsblatt der EU wird im Mai gerechnet. 20 Tage danach ist sie in allen EU-Mitgliedsländern rechtskräftig. Unternehmen müssen dann bis spätestens Mai 2018 ihre Geschäftsprozesse auf die neuen Regeln umgestellt haben.