Frankfurt/Main (dpa) – Die Deutsche Lufthansa AG hat auf ihr Grundkapital von 1,18 Milliarden Euro 462 772 266 Anteile komplett im Streubesitz ausgegeben. Es handelt sich um sogenannte vinkulierte Namensaktien, weil nach internationalem Recht jederzeit klar sein muss, ob das Unternehmen mehrheitlich in deutschem Besitz ist oder nicht. Fiele der deutsche Anteil unter 50 Prozent, […]

Frankfurt/Main (dpa) – Die Deutsche Lufthansa AG hat auf ihr Grundkapital von 1,18 Milliarden Euro 462 772 266 Anteile komplett im Streubesitz ausgegeben. Es handelt sich um sogenannte vinkulierte Namensaktien, weil nach internationalem Recht jederzeit klar sein muss, ob das Unternehmen mehrheitlich in deutschem Besitz ist oder nicht. Fiele der deutsche Anteil unter 50 Prozent, verlöre Lufthansa ihre auf internationalen Verträgen beruhenden Verkehrsrechte.

Am 31. März 2015 gehörten 29,4 Prozent der Lufthansa-Anteile nichtdeutschen Anlegern, die Gefahr einer aktienrechtlichen Überfremdung sieht das Unternehmen derzeit nicht. Größte Anteilseigner sind angelsächsische Gesellschaften wie der Vermögensverwalter BlackRock (knapp 3 Prozent), die Capital Group (knapp 3 Prozent) und Templeton Global Advisors (5 Prozent).

Für 2013 wurde eine Dividende von 45 Cent pro Aktie gezahlt. Für das vergangene Jahr 2014 hat der Vorstand wegen der angespannten Geschäftslage vorgeschlagen, keine Gewinnbeteiligung auszuzahlen.

Mit einem Kurs von 13,83 Euro hatte die Lufthansa-Aktie zum Jahresende 2014 innerhalb eines Jahres 10,3 Prozent an Wert verloren. Auch 2015 ging es weiter abwärts in Richtung der Marke von 12 Euro. Mit einem Börsenwert von 5,68 Milliarden Euro liegt das Unternehmen am Ende des Dax und läuft Gefahr, bei einer Überprüfung der Indizes aus dem Top-Segment zu fallen.