Strikte Nachtflug-Auslegung gefährdet Standort
Frankfurt/Main (dpa) – In der Diskussion um die Einhaltung des Nachtflugverbots am Frankfurter Flughafen verlangt die Lufthansa flexiblere und für sie verlässlichere Regeln. Eine zu strikte und intransparente Auslegung der 23-Uhr-Grenze könne mittelfristig das Image des gesamten Standorts gefährden, sagte Lufthansa-Passagevorstand Kay Kratky am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. In der Diskussion um die Lärmbelastung der […]
Frankfurt/Main (dpa) – In der Diskussion um die Einhaltung des Nachtflugverbots am Frankfurter Flughafen verlangt die Lufthansa flexiblere und für sie verlässlichere Regeln. Eine zu strikte und intransparente Auslegung der 23-Uhr-Grenze könne mittelfristig das Image des gesamten Standorts gefährden, sagte Lufthansa-Passagevorstand Kay Kratky am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. In der Diskussion um die Lärmbelastung der Anwohner kämen die Belange der Menschen zu kurz, die ihre Flüge bezahlt hätten.
In den ersten Monaten des strikten Nachtflugregimes durch das hessische Verkehrsministerium habe Lufthansa wiederholt startklare Maschinen wieder hereinholen und die Passagiere in Frankfurt und Umgebung unterbringen müssen, klagte der Lufthansa-Manager. Dem Unternehmen sei dadurch ein Schaden in knapp zweistelliger Millionenhöhe entstanden.
«Auf einem Weltflughafen wie Frankfurt muss eine gewisse operative Stabilität gewährleistet sein», sagte Kratky. Unter Vielfliegern gebe es bereits Kritik, die die massiven Verbesserungen bei der Pünktlichkeit seit Inbetriebnahme der neuen Landebahn zu überdecken drohe. «Es besteht die Gefahr, dass das Image des Flughafens dauerhaft beschädigt wird, wenn es heißt ‚Aus Frankfurt kommt man abends vielleicht nicht mehr raus‘.»