Madrid (dpa) – Der Streik bei Iberia richtet sich gegen einen drastischen Sanierungsplan, der das Überleben der angeschlagenen spanischen Fluggesellschaft sichern soll. Der Plan sieht vor, dass zur Kostensenkung das Angebot auf den Strecken verringert wird, die nicht rentabel und nicht von strategischer Bedeutung sind. Bis 2015 sollen 3800 der insgesamt 20 000 Arbeitsplätze abgebaut […]

Madrid (dpa) – Der Streik bei Iberia richtet sich gegen einen drastischen Sanierungsplan, der das Überleben der angeschlagenen spanischen Fluggesellschaft sichern soll. Der Plan sieht vor, dass zur Kostensenkung das Angebot auf den Strecken verringert wird, die nicht rentabel und nicht von strategischer Bedeutung sind. Bis 2015 sollen 3800 der insgesamt 20 000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Die Löhne sollen um 25 bis 35 Prozent sinken. «Diese Maßnahmen sind hart, aber sie sind unerlässlich, um zu verhindern, dass Iberia verschwindet», betonte der Konzern.

Bereits in diesem Jahr will Iberia das Flugangebot um 15 Prozent reduzieren. Flüge nach Berlin wurden bereits aus dem Angebot gestrichen. Die Flotte soll um 25 Maschinen verkleinert werden.

Iberia verzeichnet nach eigenen Angaben Verluste von einer Million Euro pro Tag. In den ersten neun Monaten des Jahres 2012 verbuchte das Unternehmen ein Minus von 262 Millionen Euro. In den vergangenen fünf Jahren seien Verluste von insgesamt fast einer Milliarde Euro angehäuft worden, teilte Iberia mit.

Die Gewerkschaften werfen der Konzernführung vor, Iberia zerschlagen zu wollen. Nach ihrer Ansicht bietet der Plan keine Zukunftsperspektive. Das Vorhaben nutze allein British Airways. Iberia gehört seit 2011 zusammen mit British Airways der gemeinsamen Holding IAG (International Airlines Group) an.