Konstanz (dpa) – Der Schweizer Botschafter in Deutschland, Tim Guldimann, hat im Streit um Fluglärm Verhandlungen über einen neuen Staatsvertrag abgelehnt. Strittige Punkte könne man «auf der Grundlage des unterzeichneten Vertrags erreichen», sagte Guldimann dem «Südkurier» (Samstag). Wegen massiver Widerstände in Baden-Württemberg will Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) Nachverhandlungen mit der Schweiz. Der Vertrag soll die […]

Konstanz (dpa) – Der Schweizer Botschafter in Deutschland, Tim Guldimann, hat im Streit um Fluglärm Verhandlungen über einen neuen Staatsvertrag abgelehnt. Strittige Punkte könne man «auf der Grundlage des unterzeichneten Vertrags erreichen», sagte Guldimann dem «Südkurier» (Samstag). Wegen massiver Widerstände in Baden-Württemberg will Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) Nachverhandlungen mit der Schweiz. Der Vertrag soll die Anflüge auf den Flughafen Zürich über deutschem Gebiet regeln. Viele Kritiker fordern eine stärkere Entlastung vom Fluglärm.

Guldimann warb um «Klarheit und Vertrauen» im Konflikt zwischen Deutschland und der Schweiz. Beide Seiten müssten lernen, «stärker auf das Verbindende zu bauen, anstatt das Trennende zu sehen». Über das gescheiterte Steuerabkommen mit der Schweiz sagte Guldimann, er habe «kein Verständnis für die Art, wie die Diskussion gelaufen ist». Allerdings akzeptiere die Schweiz das Resultat.