Berlin (dpa) – Die Bundesregierung hat die Einigung über die neue Aktionärsstruktur beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS als Erfolg gewertet. Aus deutscher Sicht seien wesentliche Ziele erreicht worden, hieß es am Donnerstag in Regierungskreisen in Berlin. Die Balance mit Frankreich sei gesichert, der staatliche Einfluss werde reduziert. Insgesamt schaffe die Neuordnung die wesentlichen Voraussetzungen dafür, […]

Berlin (dpa) – Die Bundesregierung hat die Einigung über die neue Aktionärsstruktur beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS als Erfolg gewertet. Aus deutscher Sicht seien wesentliche Ziele erreicht worden, hieß es am Donnerstag in Regierungskreisen in Berlin. Die Balance mit Frankreich sei gesichert, der staatliche Einfluss werde reduziert. Insgesamt schaffe die Neuordnung die wesentlichen Voraussetzungen dafür, dass EADS im weltweiten Wettbewerb bestehen könne.

Der Konzern werde in Zukunft weitaus flexibler sein als bisher, hieß es. Die «unwilligen Altaktionäre» seien aus dem Spiel, mit 70 Prozent der Anteile im Streubesitz werde der Einfluss der öffentlichen Hand zurückgefahren. «Das ist aus unserer Sicht gut.» Zudem verfüge Deutschland künftig über die gleichen Rechte wie die französische Seite, was bislang nicht der Fall gewesen sei.

Die Bundesregierung sieht in der Vereinbarung aber auch ein europapolitisches Signal. In der jetzigen Situation sei es eine gute Botschaft, dass Deutschland und Frankreich gemeinsam unter Beweis stellten, «dass man diese europäische Erfolgsgeschichte fortsetzen will». Dies schaffe eine gute Ausgangslage für die Luftfahrtindustrie in Europa und die Arbeitsplätze in Deutschland.