CSU-Politiker stellen Bedingungen für EADS/BAE-Fusion
München (dpa) – Während die Anteilseigner des europäischen Luftfahrtkonzerns EADS um eine Fusion mit dem britischen Rüstungsriesen BAE ringen, stellen nun auch CSU-Politiker Bedingungen. Mehrere Wirtschafts- und Verteidigungspolitiker der Partei forderten in einem Papier an Parteichef Horst Seehofer (CSU), dass die Zustimmung der Bundesregierung zum dem umstrittenen Deal nur erfolgen dürfe, wenn München das Hauptquartier […]
München (dpa) – Während die Anteilseigner des europäischen Luftfahrtkonzerns EADS um eine Fusion mit dem britischen Rüstungsriesen BAE ringen, stellen nun auch CSU-Politiker Bedingungen. Mehrere Wirtschafts- und Verteidigungspolitiker der Partei forderten in einem Papier an Parteichef Horst Seehofer (CSU), dass die Zustimmung der Bundesregierung zum dem umstrittenen Deal nur erfolgen dürfe, wenn München das Hauptquartier des künftigen Konzerns bekomme, berichtete der «Münchner Merkur» (Dienstag).
Dies müsse «unverhandelbar» sein, zitiert das Blatt aus dem Schreiben. Der Bundestagsabgeordnete Florian Hahn warnt demnach, dass die Debatte um die künftige Verteilung der Anteile an dem neuen Konzern «zu kurz gesprungen» sei. «Entscheidend ist, ob wir das Hauptquartier in München bekommen und Arbeitsplätze und Standorte sichern können.» Zudem fordern die Politiker mittelfristige Garantien für die bayerischen Standorte der EADS-Töchter in Ottobrunn, Manching, Donauwörth, Unterschleißheim und Schrobenhausen.
Der deutsch-französische EADS-Konzern hat bisher zwei Verwaltungssitze: einen in Paris und einen in München. Es gibt aber Überlegungen das Entscheidungszentrum im französischen Toulouse zu bündeln, wo die wichtigste Tochter Airbus bereits ihren Sitz hat.