Darum geht es im Tarifkonflikt der Lufthansa-Piloten
Frankfurt/Main (dpa) – Der Hauptanlass für die Streikwellen der Lufthansa-Piloten war bislang die ÜBERGANGSVERSORGUNG bis zur Rente für die rund 5400 Flugzeugführer im Konzerntarifvertrag. Dabei geht es weniger um die Höhe der Zahlungen, sondern mehr um die Frage, wann die einzelnen Piloten mit dem Fliegen aufhören können. Lufthansa hat den Plan aufgegeben, das frühestmögliche individuelle […]
Frankfurt/Main (dpa) – Der Hauptanlass für die Streikwellen der Lufthansa-Piloten war bislang die ÜBERGANGSVERSORGUNG bis zur Rente für die rund 5400 Flugzeugführer im Konzerntarifvertrag. Dabei geht es weniger um die Höhe der Zahlungen, sondern mehr um die Frage, wann die einzelnen Piloten mit dem Fliegen aufhören können. Lufthansa hat den Plan aufgegeben, das frühestmögliche individuelle Eintrittsalter in den Vorruhestand von jetzt 55 auf 60 Jahre zu erhöhen. Dennoch hält sie daran fest, dass das durchschnittliche Alter, ab dem neue Vorruheständler Frührente beziehen können, von derzeit 58 auf 61 Jahre steigen soll. Die Regeln sollen nur für Bestandspiloten gelten, nicht für Neu-Eingestellte.
In der Gesamtschlichtung will Lufthansa fünf weitere offene Tarifverträge behandeln. Bei der VERGÜTUNG hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit ein Plus von zehn Prozent verlangt. Im MANTELTARIF geht es um Bestimmungen zu Einsatzzeiten, Urlaubsansprüchen und ähnliche Fragen. Für Fragen zum beruflichen AUFSTIEG UND WECHSEL zu einer anderen Konzerngesellschaft gibt es ebenso einen eigenen Vertrag wie zu den RECHTEN DER ARBEITNEHMERVERTRETUNG. Im Tarifvertrag zur ALTERSVERSORGUNG will Lufthansa eine grundlegende Umstellung der Betriebsrenten auf Festzuschüsse anstelle der bislang gültigen Rentenzusagen, die beim aktuell schwachen Zinsniveau das Unternehmen mit immer höheren Pensionsverpflichtungen belasten.