Dublin/Luton (dpa) – Ein Passagieransturm beflügelt die Gewinnpläne des Billigfliegers Ryanair. Während der Lufthansa beim erneuten Pilotenstreik weitere Belastungen in Millionenhöhe drohen, setzte Ryanair-Chef Michael O’Leary am Donnerstag sein Gewinnziel zum dritten Mal in diesem Geschäftsjahr herauf. Der November brachte dem Billigflieger einen kräftigen Sprung bei den Passagierzahlen. Auch bei der konkurrierenden Easyjet lief das […]

Dublin/Luton (dpa) – Ein Passagieransturm beflügelt die Gewinnpläne des Billigfliegers Ryanair. Während der Lufthansa beim erneuten Pilotenstreik weitere Belastungen in Millionenhöhe drohen, setzte Ryanair-Chef Michael O’Leary am Donnerstag sein Gewinnziel zum dritten Mal in diesem Geschäftsjahr herauf. Der November brachte dem Billigflieger einen kräftigen Sprung bei den Passagierzahlen. Auch bei der konkurrierenden Easyjet lief das Geschäft besser. Für die Aktien der beiden Billigflieger ging es deutlich nach oben. Ryanair-Papiere stiegen zeitweise um bis zu zehn Prozent und erreichten an der Londoner Börse einen Rekordstand.

Für das Geschäftsjahr 2014/2015 (31. März) peilt Ryanair nun einen Überschuss von 810 bis 830 Millionen Euro an. Zuletzt hatte das Management 750 bis 770 Millionen Euro angepeilt. Auch die Zahl der Passagiere soll noch stärker steigen als zuvor angenommen: Erwartet werden nun 90 Millionen Fluggäste.

Im November zählte Ryanair 6,35 Millionen Fluggäste und damit 22 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Obwohl das Unternehmen sein Flugangebot um 13 Prozent ausgeweitet hatte, waren die Flieger deutlich besser gefüllt. Bei Easyjet stieg die Zahl der Fluggäste um 3,1 Prozent auf 4,4 Millionen. Ryanair hatte zuletzt mehr Verbindungen zwischen großen Städten ins Programm aufgenommen. Damit tritt der Billigflieger noch stärker in Konkurrenz zu klassischen Fluglinien wie der Lufthansa. Diese versucht nun ihrerseits mit einem neuen Billigkonzept auf Basis der Tochter Eurowings, der Konkurrenz die Stirn zu bieten.