MTU baut Engagement bei Airbus-A320-Antrieb aus
München (dpa) – Der deutsche Triebwerksbauer MTU baut sein Engagement beim Antrieb des Airbus-Kassenschlagers A320 deutlich aus. Der Anteil der Münchner an dem Konsortium IAE, das das Triebwerk V2500 für den Mittelstreckenflieger liefert, steigt durch den Ausstieg des britischen Triebwerksbauers Rolls-Royce von 11 auf 16 Prozent, wie MTU am Freitagabend mitteilte. Das V2500, das unter […]
München (dpa) – Der deutsche Triebwerksbauer MTU baut sein Engagement beim Antrieb des Airbus-Kassenschlagers A320 deutlich aus. Der Anteil der Münchner an dem Konsortium IAE, das das Triebwerk V2500 für den Mittelstreckenflieger liefert, steigt durch den Ausstieg des britischen Triebwerksbauers Rolls-Royce von 11 auf 16 Prozent, wie MTU am Freitagabend mitteilte. Das V2500, das unter der Führung der United-Technologies-Tochter Pratt & Whitney gebaut wird, ist für die Münchner das bislang wichtigste Triebwerksmodell im zivilen Geschäft.
Den Anteil von 16 Prozent hatte MTU-Chef Egon Behle im vergangenen Herbst als «unsere Untergrenze» bezeichnet. Rolls-Royce hatte seine IAE-Anteile an Pratt & Whitney übertragen, das US-Unternehmen reichte einen Teil davon an MTU weiter.
Zwar steht bei der EADS-Tochter Airbus mit der A320neo schon den Nachfolger der herkömmlichen A320 in den Startlöchern. Behle erwartet allerdings, dass die A320 dem Unternehmen im Wartungsgeschäft noch ein Vierteljahrhundert lang Umsatz bringt. Durch die Anteilsaufstockung soll dieser für MTU in den kommenden 25 Jahren insgesamt um drei bis vier Milliarden Euro höher ausfallen. Im laufenden Jahr sollen es 100 Millionen Euro sein. Höhere Gewinne erwartet der Vorstand aber erst in den Folgejahren.