Lissabon (dpa) – Zwei Tage vor Beginn eines zehntägigen Piloten-Streiks bei TAP hat Portugals Ministerpräsident Pedro Passos Coelho vor den «bedeutsamen Folgen» für die Fluglinie und die Wirtschaft des Landes gewarnt. «Ich hoffe, dass die Piloten die Folgen dieses Streiks noch gut abwägen», sagte der konservative Politiker am Mittwoch nach der Eröffnung einer Agrarmesse in […]

Lissabon (dpa) – Zwei Tage vor Beginn eines zehntägigen Piloten-Streiks bei TAP hat Portugals Ministerpräsident Pedro Passos Coelho vor den «bedeutsamen Folgen» für die Fluglinie und die Wirtschaft des Landes gewarnt. «Ich hoffe, dass die Piloten die Folgen dieses Streiks noch gut abwägen», sagte der konservative Politiker am Mittwoch nach der Eröffnung einer Agrarmesse in Beja. 

Mit einer Arbeitsniederlegung vom 1. bis 10. Mai wollen die Piloten der TAP und der Tochtergesellschaft PGA gegen die für dieses Jahr vorgesehene Teilprivatisierung protestieren. Sie werfen der Regierung vor allem vor, ein Abkommen von 2014 zu missachten, wonach die Piloten einen Teil des Aktienkapitals bekommen sollten.

Passos wies derweil den Streik als «pervers» zurück. Massenentlassungen, der Verkauf von Flugzeugen sowie die Verkleinerung des Unternehmens seien die Folge, wenn TAP nicht privatisiert werde, sagte er.

Die Airline war 2014 unter anderem auch aufgrund von 22 Streiktagen erstmals nach sechs Jahren wieder in die roten Zahlen geflogen. Der Nettoverlust betrug 46 Millionen Euro. Im Rahmen der Sanierungsprogramme will Lissabon TAP bis Mitte des Jahres zu zwei Dritteln privatisieren. Die 1945 gegründete Airline hat als größte Fluggesellschaft Portugals mehr als 13 500 Mitarbeiter.