München (dpa) – Die EADS-Rüstungssparte Cassidian beendet ihr Joint Venture mit dem brasilianischen Mischkonzern Odebrecht. Ein Sprecher sagte am Montag, dass die 2010 gegründete Partnerschaft auslaufe und bestätigte damit Informationen des «Handelsblatt» (Dienstag). Odebrecht und Cassidian hofften, gemeinsam milliardenschwere Großaufträge für Sicherheitstechnik vor der Fußballweltmeisterschaft 2014 und den Olympischen Spielen 2016 zu erhalten. Die brasilianische […]

München (dpa) – Die EADS-Rüstungssparte Cassidian beendet ihr Joint Venture mit dem brasilianischen Mischkonzern Odebrecht. Ein Sprecher sagte am Montag, dass die 2010 gegründete Partnerschaft auslaufe und bestätigte damit Informationen des «Handelsblatt» (Dienstag). Odebrecht und Cassidian hofften, gemeinsam milliardenschwere Großaufträge für Sicherheitstechnik vor der Fußballweltmeisterschaft 2014 und den Olympischen Spielen 2016 zu erhalten. Die brasilianische Regierung änderte allerdings die Auflagen für Ausschreibungen im vergangenen Jahr – und der sechs Milliarden Dollar schwere Auftrag für die Errichtung eines Grenzsicherungssystems ging an den Konkurrenten Embraer.

«Wir sehen in Brasilien aber weiterhin einen großen Zukunftsmarkt», sagte der Sprecher und berichtete von einer derzeit laufenden Ausschreibung in einer ähnlichen Größenordnung.

Cassidian versucht seit längerem, mit Schwellenländern ins Geschäft zu kommen, um die sinkenden Verteidigungsausgaben in Europa kompensieren zu können. Im vergangenen Jahr scheiterte der Verkauf von Kampfflugzeugen vom Typ Eurofighter nach Indien. In Deutschland baut das Unternehmen wegen der schwachen Aussichten derzeit 850 Stellen in der Verwaltung ab.