Düsseldorf (dpa) – Für das Sicherheitspersonal an deutschen Flughäfen gelten in den Bundesländern unterschiedliche Entgeltverträge. Die Verdi-Landesverbände verhandeln einzeln mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW). Andreas Sander vom Verdi-Bundesverband erklärt das mit historisch gewachsenen Lohnentwicklungen. «Wie in anderen Branchen auch, haben wir hier ein Gefälle. In Baden-Württemberg werden die höchsten Löhne gezahlt. Hamburg rangiert da […]

Düsseldorf (dpa) – Für das Sicherheitspersonal an deutschen Flughäfen gelten in den Bundesländern unterschiedliche Entgeltverträge. Die Verdi-Landesverbände verhandeln einzeln mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW). Andreas Sander vom Verdi-Bundesverband erklärt das mit historisch gewachsenen Lohnentwicklungen. «Wie in anderen Branchen auch, haben wir hier ein Gefälle. In Baden-Württemberg werden die höchsten Löhne gezahlt. Hamburg rangiert da schon traditionell eher im unteren Bereich.» Arbeitszeiten und Urlaubstage werden dagegen in einem einheitlichen Manteltarifvertrag für alle Bundesländer geregelt.

Im aktuellen Tarifstreit wird aufgrund der besonderen Gegebenheiten von Verdi für die 600 Mitarbeiter der Personenkontrollen am Flughafen Hamburg verhandelt, um einen Stundenlohn von 14,50 Euro zu erstreiten, die Arbeitgeberseite hat bislang 12,75 Euro geboten. In Nordrhein-Westfalen kämpft Verdi dagegen für Lohnverbesserungen für die gesamten 34 000 Beschäftigten der privaten Sicherheitsbranche und fordert bis zu 30 Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber bieten bislang zwischen fünf und neun Prozent. In der untersten Tarifgruppe beträgt der Stundenlohn laut Verdi 8,23 Euro.