Lufthansa trotz Streik mit volleren Maschinen
Frankfurt/Main (dpa) – Trotz des Streiks ihrer Flugbegleiter hat die Lufthansa im September erneut mehr Flugtickets verkauft und ihre Maschinen besser ausgelastet. Obwohl das Flugangebot konzernweit kaum wuchs, beförderte Europas größte Fluggesellschaft zusammen mit ihren Töchtern Swiss, Austrian Airlines (AUA) und Germanwings fast 9,6 Millionen Fluggäste und damit 1,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, […]
Frankfurt/Main (dpa) – Trotz des Streiks ihrer Flugbegleiter hat die Lufthansa im September erneut mehr Flugtickets verkauft und ihre Maschinen besser ausgelastet. Obwohl das Flugangebot konzernweit kaum wuchs, beförderte Europas größte Fluggesellschaft zusammen mit ihren Töchtern Swiss, Austrian Airlines (AUA) und Germanwings fast 9,6 Millionen Fluggäste und damit 1,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Mittwoch berichtete. Die Auslastung der Maschinen legte um 1,2 Prozentpunkte auf 81,6 Prozent zu.
Das in drei Wellen im August und September bestreikte Kerngeschäft unter der Marke Lufthansa wuchs sogar etwas stärker um 1,8 Prozent auf 6,9 Millionen Passagiere. Der Ausstand der rund 18 000 Lufthansa-Flugbegleiter hatte mehr als 1000 Flüge ausfallen lassen und bei Lufthansa einen Millionenschaden verursacht. Derzeit laufen Schlichtungsgespräche in dem Tarifkonflikt.
Das Preisumfeld habe sich im September leicht positiv entwickelt, hieß es. Die Nachfrage wuchs aber geringer als in den Vormonaten: Für die ersten neun Monate steht konzernweit nun ein Plus von 3,5 Prozent auf 78,8 Millionen Fluggäste in den Büchern des Konzerns.
Im Frachtgeschäft zeigte die Entwicklung weiter nach unten. Lufthansa Cargo kam auf 142 000 Tonnen Fracht und Luftpost, ein Minus von 5,5 Prozent. Konzernweit wurden 162 000 Tonnen gezählt, das waren 4,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Auslastung der Frachträume im Konzern verbesserte sich dennoch um einen Punkt auf 66,0 Prozent, da das Unternehmen sein Angebot reduziert hatte.