München (dpa) Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, würde eine Fusion des Airbus-Konzerns EADS mit dem britischen Rüstungskonzern BAE begrüßen. «Die Zukunft heißt auch für die deutsche Rüstungsindustrie Europa. Die europäische Rüstungsindustrie wird nur gedeihen, wenn wir sie zusammenfügen», sagte Ischinger dem «Handelsblatt» (Freitag). Auf Exportmärkten kämpften europäische Unternehmen heute gegeneinander um Aufträge, und […]

München (dpa) Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, würde eine Fusion des Airbus-Konzerns EADS mit dem britischen Rüstungskonzern BAE begrüßen. «Die Zukunft heißt auch für die deutsche Rüstungsindustrie Europa. Die europäische Rüstungsindustrie wird nur gedeihen, wenn wir sie zusammenfügen», sagte Ischinger dem «Handelsblatt» (Freitag).

Auf Exportmärkten kämpften europäische Unternehmen heute gegeneinander um Aufträge, und «am Schluss siegt womöglich der amerikanische Konkurrent». Sinnvoller wäre ein Zusammenschluss der Europäer und eine Arbeitsteilung, zum Beispiel: «Deutsche Werften bauen künftig für alle die U-Boote, andere bauen die Drohne oder das Flugzeug», sagte Ischinger. «Die Gespräche zum Zusammenschluss von EADS und BAE zielen ind die richtige Richtung.»

Zugleich sollte «der Grundsatz, keine Waffen in Krisengebiete zu exportieren, überprüft werden», sagte der frühere deutsche Botschafter in den USA und Großbritannien. «Nach genauer Prüfung kann man zu dem Ergebnis kommen, dass eine Panzerlieferung etwa nach Qatar womöglich eher stabilisierend wirkt.»