Düsseldorf (dpa) – Mit mehreren Aktionen haben Demonstranten am Wochenende in Düsseldorf gegen die Lebensbedingungen von Flüchtlingen in Deutschland protestiert. Nach der vorübergehenden Besetzung des französischen Konsulats und der Grünen-Geschäftsstelle demonstrierten am Samstag etwa 600 Flüchtlingsaktivisten am Düsseldorfer Flughafen. Am Sonntag setzten Initiativen eine Mahnwache am Rheinufer fort. Das Verwaltungsgericht hatte den Demonstranten untersagt, bei […]

Düsseldorf (dpa) – Mit mehreren Aktionen haben Demonstranten am Wochenende in Düsseldorf gegen die Lebensbedingungen von Flüchtlingen in Deutschland protestiert. Nach der vorübergehenden Besetzung des französischen Konsulats und der Grünen-Geschäftsstelle demonstrierten am Samstag etwa 600 Flüchtlingsaktivisten am Düsseldorfer Flughafen. Am Sonntag setzten Initiativen eine Mahnwache am Rheinufer fort. Das Verwaltungsgericht hatte den Demonstranten untersagt, bei ihrer für vier Wochen geplanten Aktion in dem Camp zu übernachten.

Beim Airport-Protest versammelten sich mehrere Dutzend Abschiebungsgegner auch innerhalb des größten Flughafens von Nordrhein-Westfalen. Die Aktion richtete sich gegen Abschiebungen in das Kosovo sowie nach Serbien und Nigeria. Nach Angaben von Polizei und Flughafen-Leitung gab es keine Zwischenfälle und Auswirkungen auf den Flugbetrieb. Veranstaltet wurde die Kundgebung von den Organisatoren des «No Border Camp» in Köln.

Am Freitag hatten Anhänger der Flüchtlingskampagne in Düsseldorf mehrere Stunden einen Raum des französischen Generalkonsulats sowie eine Etage der Grünen-Landesgeschäftsstelle besetzt. Bei den Grünen hatten sich etwa 40 Besetzer im ersten Stock verbarrikadiert. Beide Aktionen waren von der Polizei beendet worden, nachdem Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs erstattet worden waren.