Verbraucherschützer haben die Preise fürs Parken an Flughäfen untersucht. Diese sind saftig gestiegen. Wer mit Voraussicht parkt, ist jedoch weniger betroffen.

Parken am Flughafen – ohnehin kein Schnäppchen – ist noch teurer geworden. An den am Passagieraufkommen gemessen 16 größten Flughäfen in Deutschland werden fürs Abstellen des Autos im Durchschnitt 20 Prozent höhere Gebühren verlangt als noch vor einem Jahr. Das teilt der Verbraucherschutzverein Berlin/Brandenburg (VSVBB) auf seiner Webseite mit.

In Geldbeträgen bedeutet das: 52 Euro pro Woche müssen Reisende aktuell für den günstigsten terminalnahen Parkplatz im Schnitt bezahlen. 2021 lag dieser Wert noch bei 42 Euro. Auch die teuersten Wochenpreise kletterten – von durchschnittlich 143 auf fast 177 Euro.

Um die hohen Preise möglichst zu umschiffen, rät die VSVBB-Vorsitzende Angelika Menze, Parkplätze vorab nach Möglichkeit zu reservieren. Oft ist dies online machbar.

Reichen 5 bis 15 Minuten Wartezeit aus?

Auch wer Freunde oder Verwandte abholt oder zum Flieger bringt, kann kostenbewusst parken. Oft seien die Parkhäuser günstiger als die sogenannten «Kiss&Fly»-Kurzparkzonen. Zwar können diese teils zwischen 5 und 15 Minuten kostenfrei genutzt werden, doch ist beispielsweise noch unklar, wann das Gepäck des Abzuholenden ankommt, kann es knapp und damit sehr teuer werden.

In seine Analyse einbezogen hat der VSVBB Parkplätze, die höchstens 750 Meter vom jeweiligen Hauptterminal entfernt sind, nicht aber Flughafenparkplätze von umliegenden Anbietern.

dpa