Cessna C210T Centurion von Carenado

München, 25.06.2018

Ein Review für den Flight Simulator 2004

Die Cessna CT210M Centurion II ist ein sehr robustes und zuverlässiges Flugzeug. Foto: Boger, FS2004

Allgemeines

Die Cessna CT210M Centurion II „Turbo“ ist ein sechsitziges Propellerflugzeug. Den Erstflug absolvierte dieses Muster im Januar 1957 und wurde bis 1985 über 9.200 Mal produziert. Es besitzt ein Einziehfahrwerk (Engl.: Retractable Gear) und ist ein freitragender Schulterdecker.
Die maximale Reisegeschwindigkeit der Cessna 210 beträgt ca. 204 Knoten, umgerechnet etwa 378 km/h.

 

Lieferumfang

Das Add-On ist Payware und kostet 24,95 US$. Die Downloadversion steht auf der Website des Herstellers Carenado zur Verfügung. Auf der Festplatte sollten etwa 284MB vorhanden sein, um die Centurion problemlos installieren zu können. Nach erfolgreichem Download startet die Installation automatisch. Hier sollte man die Seriennummer parat haben, die man nach dem Kauf per Mail erhält. Sobald die Installation abgeschlossen ist, kann man sich zwischen fünf verschiedenen Texturen entscheiden. Hinzu kommen einige Checklisten und Betriebsanleitungen (z.B. für den Autopiloten oder das GPS) in Form von PDF-Dateien, die man entweder ausdrucken oder per Tastenkombination während des Fluges öffnen kann.

 

Außenansicht

Wechselt man während der Simulatorsitzung in die Außenansicht, so fällt einem sofort die hohe Detailgenauigkeit auf. Nieten, Schläuche, Antennen und andere kleine Details sind hier sichtbar und sehr gut verarbeitet. Die Reflexion der Sonnenstrahlen am Rumpf des Flugzeugs vermitteln ein sehr realistisches Bild. Bei der Verarbeitung der Add-Ons wurde vor allem auf die flüssige Bildwiederholrate viel Wert gelegt. Die Cessna Centurion läuft selbst bei höchster Grafikeinstellung über 35 fps (Engl.: frames per second) hinaus. Des Weiteren hat der Flieger bewegliche Türen, Klappen im Gepäckbereich und auch einen sehr detailierten Piloten, der sich bewegt.

 

Im Reiseflug profitiert der Pilot von einer hohen Stabilität des Fliegers. Foto: Boger, FS2004
Dank der Hydraulik kann die Centurion das Fahrwerk einfahren und hat somit weniger Luftwiderstand. Foto: Boger, FS2004
Landeklappen sorgen für einen stabilen Anflug. Foto: Boger, FS2004

Innenraum

Alle Knöpfe und Schalter, die in der echten Cessna Centurion verbaut sind, findet man im Add-On ebenfalls wieder. Sie sind alle beweglich und schaltbar, sodass man den gesamten Start-Up Prozess wie in der Realität anhand der Checkliste durchlaufen kann. Die Schärfe und Genauigkeit der Verarbeitung lässt dem Spieler das Gefühl vermitteln, man befinde sich im Flieger. Auch Reflexionen von Lichtstrahlen an der Windschutzscheibe, den Fenstern und den Instrumenten hat der Hersteller nicht außer Acht gelassen. Die Kabine verleiht eine sanfte Gemütlichkeit, da selbst die kleinsten Dinge (z.B. Lederüberzug der Sitze, Gurte, Teppiche und sogar Aschenbecher) eine sehr hohe Qualität aufweisen. Im Hinblick auf die Bildwiederholrate im Innenraum gibt es keinen Unterschied zur Außenansicht.

 

Ein sehr umfangreiches Cockpit des Cessna CT210M. Foto: Boger, FS2004
Hier wird Komfort groß geschrieben. Die gesamte Kabine zeichnet sich durch schöne Leder- und Stoffverarbeitung aus. Foto: Boger, FS2004

Flugverhalten

Die Cessna 210 hat ein sehr realistisches und empfindliches Flugverhalten. Beim Startlauf zieht die Maschine aufgrund des Drehmoments des Propellers nach links, sodass eine Gegenwirkung mittels Seitenruder erforderlich ist. Beim Abheben ist darauf zu achten, dass das Höhenruder nicht zu stark gezogen wird, da die Cessna sonst schnell in einen Trudelzustand (Engl.: Stall) übergehen kann. Erst wenn die Maschine die Fluggeschwindigkeit erhöht hat, ist eine stabile und ruhige Fluglage garantiert. In der Landekonfiguration liegt das Flugzeug ebenfalls stabil in der Luft und lässt sich ohne großartige Steuerbewegungen sehr genau und leicht landen.

 

Sonstiges

Mit der Tastenkombination Shift+4 während der Sitzung öffnet sich ein Fenster, mit dem z.B. die Pitot-Rohr-Abdeckung aktiviert wird. Im Cockpit sind die originalen GPS-Geräte „GNS430“ und „GNS530“ eingebaut. Diese kann gut zum Trainieren benutzt werden, da sie sehr oft in der realen allgemeinen Luftfahrt eingesetzt sind. Des Weiteren lässt sich das Flughandbuch (Normalflug und Notfälle) samt Checklisten öffnen (Shift+2). Mit diesen kann man den gesamten Flugverlauf, vom Anlassen über Landeanflug bis hin zum Abstellen, selbst „erfliegen“. Der Autopilot, der über die Tastenkombination Shift+3 geöffnet wird, unterstützt den Piloten bei längeren Flügen. Der Verstellpropeller, der dafür sorgt, dass das Flugzeug bei einem Anstellwinkel des Propellerblattes die beste Leistung und Geschwindigkeit hat, setzt ein hohes Maß an Vorkenntissen voraus. Im Nachtmodus hat das Cockpit eine sehr beruhigende und keine allzu starke Belichtung, sodass man während des Landeanflugs bei Nacht kaum durch Lichteinflüsse gestört wird.

 

Türen und Klappen lassen sich öffnen. Auch eine Pitot-Rohr-Abdeckung wird auf Knopfdruck sichtbar. Foto: Boger, FS2004
Zusatzeffekte, wie z.B. das Auf- und Zuklappen der Sonnenblenden sind inklusive. Foto: Boger, FS2004

Fazit

Aufgrund der hohen Anzahl an Instrumenten und dem Verstellpropeller ist das Flugzeug für Anfänger eher ungünstig. Vor allem durch das instabile Verhalten im Langsamflug neigt das Flugzeug in einen Strömungsabriss überzugehen. Fortgeschrittene Simulatorflieger werden langfristig gesehen viel Spaß mit der Cessna Centurion von Carenado haben. Anfangs bedarf es einer kurzen Gewöhnungsphase. Sobald man diese aber hinter sich hat, ist dieser Flieger eine super Möglichkeit, um die Welt des Flugsimulators mit Spaß zu verknüpfen. Eventuell kann man hier auch sein Können unter Beweis stellen, in dem man beispielsweise Landungen mit sehr starken Seiten- und Scherwinden trainiert.

 

Quelle: Boger, Aeroscope

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