Altmaier will einen «Airbus» der künstlichen Intelligenz

Paris/Berlin (dpa) - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat den Aufbau eines starken europäischen Unternehmens im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) gefordert. «Wir müssen in enger Zusammenarbeit mit den bestehenden Akteuren, insbesondere den Autoherstellern, einen neuen Akteur bei der künstlichen Intelligenz schaffen, wie wir es mit Airbus gemacht haben», sagte der CDU-Politiker in einem Interview der französischen Zeitung «Le Figaro» (Mittwoch). Der Flugzeugbauer Airbus gilt als Vorzeigebeispiel für die Schaffung eines europäischen Branchen-Champions.

Altmaier sagte, das Budget dieses KI-Unternehmens müsse groß sein, weil es im Wettbewerb mit etablierten Firmen wie Google oder dem Fahrdienst Uber stehen werde, der bereits testweise Roboterautos auf die Straße gebracht hat. «Es wird in der Lage sein müssen, massive Investitionen zu tätigen, indem es Unternehmen aufkauft, um die notwendigen Kompetenzen zusammenzutragen und den Rückstand aufzuholen.» Er denke an mehrere Zehnmilliarden Euro an Kapital aus dem Industriesektor, ergänzt um Anstrengungen der EU und von Mitgliedstaaten.

«Es ist von vitalem Interesse für Europa, für Frankreich und für Deutschland, dass wir die Ersten sind, die auf Basis der künstlichen Intelligenz praktische Lösungen insbesondere zum selbstfahrenden Auto finden», sagte Altmaier. Der CDU-Politiker wurde am Mittwoch zu einem Besuch in Paris erwartet. Deutschland und Frankreich hatten bei einem Spitzentreffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Präsident Emmanuel Macron im Juni bereits vereinbart, ein gemeinsames Zentrum für Forschung zur künstlichen Intelligenz einzurichten.

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