Ufo-Schlappe bei Vorwahlen für den Lufthansa-Aufsichtsrat

Frankfurt/Main (dpa) - Bei den Vorwahlen für die Arbeitnehmervertreter im Lufthansa-Aufsichtsrat hat die Kabinengewerkschaft Ufo eine Schlappe erlitten. Die Flugbegleiter haben nach internen Informationen bei der Kernmarke Lufthansa die relative Mehrheit der Mandate verfehlt. Stattdessen erhielt die gemeinsame Liste der konkurrierenden Gewerkschaften Verdi und Vereinigung Cockpit einige Stimmen mehr.

Der Flugbetrieb der Lufthansa ist das größte der mehr als 90 Einzelunternehmen im Konzern, die sämtlich Delegierte zur Wahl der 10 Arbeitnehmervertreter in den 20-köpfigen Konzern-Aufsichtsrat entsenden. Der Lufthansa-Flugbetrieb gilt mit mehr als 21 000 Stewards und Stewardessen als eigentliche Machtbasis der Gewerkschaft Ufo, die sich mit der kleineren Arbeitnehmergewerkschaft im Luftverkehr (AgiL) verbündet hat. Unter den Flugbegleitern war die Wahlbeteiligung internen Auswertungen zufolge aber deutlich geringer als bei den Piloten.

Die von Ufo angestrebte Ablösung der Verdi-Gewerkschafterin Christine Behle als Vize-Vorsitzende des Aufsichtsrates ist damit deutlich unwahrscheinlicher geworden. Verdi ist insbesondere beim Bodenpersonal und den Lufthansa-Technikern stärker vertreten. Die Entscheidung über die Personalien fällen mehr als 450 Delegierte bei einer Tagung Anfang März im hessischen Seeheim-Jugenheim, wie das Unternehmen am Dienstag bestätigte.

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