Experte: Lufthansa würde auf Monopolgewinne nicht verzichten

Frankfurt/Berlin (dpa) - Der Kartellrechtler Daniel Zimmer zweifelt an Ankündigungen der Lufthansa, dass man sich nach einer Übernahme der Air Berlin auf einzelnen Strecken intern Konkurrenz machen werde. «Das ist ein netter Versuch, die Wettbewerbsprobleme klein zu reden», sagte der ehemalige Chef der Monopolkommission am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur nach entsprechenden Äußerungen des Lufthansa-Chefs Carsten Spohr. Dieser hatte gesagt, dass die Tochter Eurowings auf solchen Strecken gegen die Lufthansa antreten werde, die bislang von der Air Berlin bedient wurden.

«Niemand in der Geschäftsleitung eines Konzerns wird dafür sorgen, dass sich die verschiedenen Unternehmen eines Konzerns gegenseitig so viel Konkurrenz machen wie es bisher zwischen Air Berlin und Lufthansa der Fall gewesen ist», sagte Zimmer in Bonn. Der Vorstand sei schließlich seinen Aktionären verpflichtet. «Wenn zwei Gesellschaften demnächst höhere Ticketpreise auf ganz bestimmten Strecken setzen können, wird der Vorstand dies anordnen.»

Zimmer erwartet eine strenge Kartellprüfung der Übernahme durch die Europäische Kommission. «Ich glaube, dass für einen Teil der Strecken eine Monopolsituation oder eine starke Marktbeherrschung der Lufthansa die Folge wäre. Und deshalb wird die Europäische Kommission nach meiner Einschätzung deutlich kritisch da rangehen.»

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