Bundespolizei: Neuartige Passagierkontrollen am Flughafen erfolgreich

Frankfurt/Main, 01. Februar 2019

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Die neuartigen Passagier- und Handgepäckkontrollen am Frankfurter Flughafen sind nach Einschätzung der Bundespolizei deutlich effizienter als die bisherigen.

Auf den beiden seit dem 27. November 2018 im Testbetrieb laufenden Kontrollspuren konnten deutlich mehr Fluggäste pro Stunde untersucht werden, teilte die Bundespolizei am Freitag mit. Um die Passagierkontrollen hatte es im vergangenen Jahr wegen langer Wartezeiten Streit zwischen dem Flughafen, der Bundespolizei und den Fluggesellschaften gegeben.

Belastbare Zahlen will die Bundespolizei erst in einigen Wochen nennen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur konnten aber bereits im Testbetrieb in den zwei Spuren zusammen deutlich mehr als 400 Passagiere pro Stunde abgefertigt werden. Die Anlagen sind insbesondere mit zusätzlichen Einzelkontrollplätzen und Überholmöglichkeiten für schnellere Passagiere ausgestattet. Die beiden neuen Spuren nehmen im Frankfurter Terminal 1 den Platz von vier herkömmlichen Kontrolllinien ein, über die etwa 320 Passagiere pro Stunde geschleust werden konnten.

Die Bundespolizei hat nach eigenen Angaben bereits sieben weitere der neuartigen Kontrollspuren für rund 10 Millionen Euro in Auftrag gegeben. Sie sollen insbesondere die Abläufe am Frankfurter Flugsteig A beschleunigen, der in erster Linie vom Hauptkunden Lufthansa genutzt wird. Die Airline hatte sich im vergangenen Jahr mehrfach über die im internationalen Vergleich zu langsamen Abläufe beschwert. Der Flughafenbetreiber Fraport will die Kontrollen am liebsten in eigener Regie betreiben und der Bundespolizei nur noch die Fachaufsicht überlassen.

Die Bundespolizei forderte Fraport auf, für die größeren Kontrollspuren zusätzliche Flächen bereitzustellen. Die Fluggesellschaften könnten ihren Beitrag für schnellere Kontrollen leisten, wenn sie die Handgepäckmengen reduzierten. Insgesamt gibt es am Frankfurter Flughafen bislang 180 Kontrollspuren für Passagiere und Handgepäck. Bedient werden sie von privaten Sicherheitsleuten im Auftrag der Bundespolizei.

dpa

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