Flieger in Stuttgart wegen vermeintlichen Anschlags evakuiert

Stuttgart, 18. Juni 2017

Foto: Shutterstock

Sie wollen von Stuttgart ins bulgarische Warna fliegen - doch daraus wird nichts. Wegen eines vermeintlichen Anschlags müssen 180 Passagiere ihre Reise unterbrechen. Grund ist wohl ein schlechter Scherz.

Wegen eines vermuteten Anschlags ist am Stuttgarter Flughafen eine Maschine mit 180 Menschen evakuiert worden. Die vermeintliche Drohung stellte sich aber als Fehlalarm heraus, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Hintergrund ein Streit zwischen Passagieren: Wohl um ihm eins auszuwischen, bezichtigte einer der Reisenden einen anderen Fluggast, einen Anschlag zu planen.

Die Passagiere mussten die Maschine der Bulgaria Air mit dem Reiseziel Warna in Bulgarien daraufhin verlassen. Maschine und Gepäck wurden überprüft - ohne Ergebnis. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Sollte es ein Reisender den anderen tatsächlich absichtlich falsch beschuldigt haben, sei das ein "übler Scherz", sagte der Sprecher der Bundespolizei. Ihm zufolge dürfte das für den Verursacher teuer werden - denn er müsste für die Kosten der Aktion aufkommen. Zudem kämen mehrere Straftatbestände in Frage - wie etwa die Erregung öffentlichen Ärgernisses durch Androhung von Straftaten.

Die Reisenden, die eigentlich um 11.20 Uhr starten wollten, saßen am frühen Nachmittag noch immer am Flughafen fest. Der restliche Flugbetrieb sei aber "zu keiner Zeit" beeinträchtigt gewesen, betonte ein Sprecher des Flughafens.

dpa

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